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HEIDI Chocolat Schwermer GmbH

Zu Besuch bei Firma HEIDI Schwermer GmbH in Bad Wörishofen

Schwärmen für Schwermer

Am Mittwoch, 07.02.2018, besuchte unser Redaktionsteam die Firma Schwermer in Bad Wörishofen im Allgäu. Eigentlich lautet der korrekte Firmenname Heidi Chocolat Schwermer GmbH, denn seit 2017 wurde die 1894 in Königsberg gegründete Firma Schwermer durch die Schweizer Firma Heidi Chocolat übernommen. Der Marketingleiter Herr Gerhard Manner begrüßte uns persönlich, führte uns durch die Produktion und beantwortete uns viele Fragen.

Qualität aus Tradition seit 1894

Die Geschichte des Hauses Schwermer reicht weit zurück. Der Konditor Henry Schwermer gründete 1894 in Königsberg in Ostpreußen eine Confiserie mit Café und stellte Königsberger Marzipan, Pralinen, Torten und vor allem Baumkuchen nach eigenen Rezepten her. Im Jahre 1900 erhielt er dafür sogar die Goldmedaille.

Als Henry Schwermer 1918 im Alter von 53 Jahren  starb, hinterließ er seiner Tochter Charlotte Stiel ein florierendes Unternehmen. Das Café direkt am Ufer des Schlossteiches umfasste 1.000 Sitzplätze. Nachdem Charlotte mit ihrer Tochter Ende des Zweiten Weltkrieges aus der Heimat fliehen musste, erinnerte sie sich an die Kurstadt Bad Wörishofen und an ihre vorausgegangenen Kuraufenthalte. Dort startete sie dann einen Neuanfang.

Man sagt, dass Charlotte deswegen nach Bad Wörishofen zurückkam, weil sie hier noch ein Fahrrad und einen Tennisschläger deponiert hatte. Ihr Traum von einem eigenen, neuen Café in Bad Wörishofen ging bereits 1954 am Heuweg in Erfüllung. Schnell wurden die Räume dort zu klein.

Im Jahre 1968 gründete ihr Sohn Dietrich den Produktionsbetrieb, der inzwischen mehrmals vergrößert werde musste, an seinem heutigen Platz in der Königsberger Straße 30.

Wahrhaftig ein Hoch-Genuss

Sogar das Weltall haben sich die Schwermer-Köstlichkeiten bereits erobert. Im Jahr 1992 waren sie an Bord des russischen Raumschiffs MIR und 1993 im US-Space-Shuttle COLUMBIA.

Im Jahre 1996 übernahm Dietrichs einziger Sohn Peter Stiel (der Urenkel des Firmengründers) in vierter Generation die Geschäftsführung. Seither kümmerte sich Peter Stiel um das Unternehmen.

Seit Ende Januar 2017 gehört der Firmensitz der Schwermer Confiserie zur selbstständigen Tochtergesellschaft im Heidi-Firmenverbund. Herr Manner erzählte uns, dass derzeit etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Das Café Schwermer am Heuweg in Bad Wörishofen blieb von der Übernahme durch die Firma Heidi ausgeschlossen – es ist in Familienbesitz geblieben. Der heute 92-jährige Dietrich Stiel schaut immer noch täglich in „seinem Café“ im Heuweg in Bad Wörishofen vorbei, um nach dem Rechten zu sehen.

Nun die Eindrücke von unserem Besuch:

Das Erste was uns während dieser Firmenbesichtigung auffiel, war der unglaublich leckere Duft nach Schokolade. Es roch einfach wundervoll.

Uns wurde eine große Auswahl an Pralinen und Ostereiern präsentiert. Natürlich durften wir auch alle Produkte probieren. Ein Paradies für Schokoladenliebhaber und Schleckermäuler.

Wegen den Hygienevorschriften mussten wir spezielle Schutzkleidung tragen. Das sah lustig aus!

Während der Führung durch die Produktionshallen wurde uns deutlich, wie viel Handwerkskunst und Liebe zum Detail in der Herstellung dieser Leckereien liegt.

Das Sortiment ist sehr vielseitig: Edle Pralinen, Trüffel, Baumkuchen, Tafelschokolade, Schokoladenriegel, handbemalte Schokoladenfiguren, Florentiner Spezialitäten und natürlich das Königsberger Marzipan.

Wir hatten auch Gelegenheit mit verschiedenen Beschäftigten zu sprechen. Sehr beeindruckt waren die Redakteure von der harmonischen Atmosphäre und auch von den Ausführungen des Chefkonditors zur Produktion.

Die Herstellung der berühmten Baumkuchen fanden wir besonders interessant. Diese werden schichtweise gebacken. Danach wird in der Mitte das Loch etwas vergrößert, damit jetzt zur Ostersaison Schokoladen-Osterhasen hineinpassen. Anschließend werden sie mit verschiedenen Zutaten weiterverarbeitet bis sie verpackt und für den Handel fertig gestellt werden.

Eine Angestellte zeigte uns, wie die Ostereier gefüllt werden. Denn zunächst werden die leeren Schokoladeneier hergestellt. In diese  wird dann ein kleines Loch gestanzt, danach mit der entsprechenden Creme befüllt und zuletzt verschlossen und verpackt.

Ganz wichtig ist auf jeden Fall immer, dass die Temperatur im Lagerraum passt. Denn nur einwandfreie Ware darf das Lager verlassen.

Nach einer hochinteressanten Firmenbesichtigung schenkte uns Herr Manner ganz viel Schokolade, worüber wir uns natürlich riesig gefreut haben.

Herzlichen Dank!

   
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